Neues Pflegezentrum

Gutes tun & spenden

Das soziale Profil stärken

Neubau im Neubaugebiet „Südlich Härlen“

2024 wird es voraussichtlich soweit sein, dann wird im Neubaugebiet „Südlich Härlen“ ein neues Pflegezentrum eröffnet. Das Baugrundstück umfasst eine Fläche von rund 11.000 m². Am 24.02.2021 beschloss der Stiftungsrat, dass die Architektur-und Ingenieurleistungen für den 1. Bauabschnitt des neuen Pflegezentrums an das Büro Hähnig-Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB aus Tübingen vergeben werden. Die weitere Beauftragung erfolgt ebenfalls in Stufen.

Aktueller Stand

Abgeschlossener Realisierungswettbewerb

Am 24.05.2019 fand die Sitzung des Preisgerichts zum Neubau des Pflegezentrums in Südlich Härlen statt. Nach 15 Wettbewerbsbeiträgen vergab das Preisgericht 3 Preise sowie 2 Anerkennungen.

Ziel des Verfahrens war die Ausarbeitung einer Planung für den Neubau des Pflegezentrums. Die Investitionskosten von rund 20 Millionen Euro brutto für den Neubau werden aus den Mitteln des Spitalfonds bestritten. Bei der Planung wurde vor allem Wert gelegt auf die städtebauliche und freiräumliche Einbindung der Entwürfe sowie deren funktionale und architektonische Qualität. Des weiteren wurde eine energetisch optimierte Bauweise positiv berücksichtigt sowie die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Wettbewerbsbeiträge.

Der Wettbewerb war einem Verhandlungsverfahren nach der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) vorgeschaltet und als nichtoffener Realisierungswettbewerb mit qualifiziertem Bewerbungs- und Auswahlverfahren ausgelobt worden.

Im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren hat der Spital- und Spendfonds Überlingen als Auslober mit den Preisträgern ein Verhandlungsverfahren entsprechend VgV durchgeführt.

Der Preisträger

1. Preis
Hähnig – Gemmeke Architekten BDA PartGmbB, Tübingen


Ein Blick in die Zukunft

Welche Neuerungen wird es geben?

Mit dem Neubau des Pflegezentrums wird Überlingen sein soziales Profil weiter stärken und der Spital- und Spendfonds kann mit diesem Großprojekt einmal mehr seinem Stiftungszweck gerecht werden. Gleichermaßen sollen so die Vorgaben der Landesbauverordnung Baden-Württemberg realisiert werden, die im Alten- und Pflegeheim St. Ulrich nicht umsetzbar sind. Über die Nutzung des Alten- und Pflegeheimes St. Ulrich nach Inbetriebnahme des neuen Pflegezentrums, wird der Stiftungsrat zur gegebenen Zeit entscheiden.

Im neuen Pflegezentrum wird das Angebot an Kurzzeit- und Tagespflegeplätzen ausgebaut. Es wird zudem Platz für junge Pflegebedürftige geschaffen und eine „beschützende Abteilung“ geben für stark demente und verwirrte Bewohner. Weiterhin werden die beiden Einrichtungen St. Franziskus und das neue Pflegezentrums durch eine Zentralküche versorgt.

Das neue Pflegezentrum wird unterteilt in:

  • 90 Einzelzimmer, stationäre Pflegeplätze in Wohngruppenform
  • 3 ausgewiesene Einzelzimmer nur für Kurzzeitpflege
  • 12-15 Tagespflegeplätze, teilstationärer Bereich
  • 5 Einzelzimmerplätze für „junge Pflegebedürftige“ in Wohngemeinschaft
  • 10 Einzelzimmerplätze, „Beschützende Abteilung“, für stark demente und verwirrte Bewohner

Hintergrund

Großprojekt Neubau Härlen – Architektur, Mensch und Landschaft

Mit dem Neubau des Pflegezentrums zwischen dem Neubaugebiet „Südlich Härlen“ und dem orts- und landschaftsraumprägenden Drumlin Härlen ergreift der Spital- und Spendfonds die Möglichkeit, einen angemessenen Auftakt im Norden des neu entstehenden Quartiers zu gestalten.

Die Wohngruppen des Pflegezentrums orientieren sich um geschützte, grüne Innenhöfe, die im Kontrast zum Ausblick in die Landschaft aus den Zimmern steht. Die Innenhöfe der Gebäude wechseln sich mit Platzsituationen unterschiedlicher Qualitäten zwischen den Gebäuden ab und binden die einzelnen Bausteine so zu einem Gesamtensemble zusammen. Neben der geschützten Atmosphäre der Innenhöfe wird für Bewohner und Besucher im östlichen Teil des Baugrundstücks die für die Landschaft charakteristische Hangsituation erlebbar gemacht. Im Bereich der Beschützenden Abteilung geht der geschützte Innenhofbereich unter dem westlichen Gebäudeteil hindurch in einen begrenzten Demenzgarten über, der sich in den bestehenden Hang hinein entwickelt. Im Unterschied dazu sind die Außenbereiche der Jungen Pflege, der Wohngruppen des zweiten Bauabschnitts sowie des Hospizes an ein weitläufiges Wegenetz angeschlossen, das sich über den Hang hinauf zum Aussichtspunkt Drumlin Härlen zieht, von dem aus Bewohner und Besucher den Ausblick über den Bodensee ins Alpenpanorama genießen können.

Die nach Süden ausgerichteten Gebäude ermöglichen die Nutzung von Solarthermie bzw. werden als begrünte Dächer ausgebildet. Das anfallende Niederschlagswasser wird der natürlichen Retentionsfläche zwischen Neubaugebiet und Pflegezentrum zugeführt. Die vorgeschlagenen Dachbegrünungen speichern und verzögern den Regenwasserabfluss.

Das Pflegezentrum im Neubaugebiet „Südlich Härlen“ orientiert sich zum zentralen Platz, es bekommt mit dem Platz ein öffentliches Vorfeld, an dem sich das Eingangsfoyer mit der Cafeteria befindet. Die Cafeteria und der Andachtsraum lassen sich in die Eingangshalle integrieren und zuschalten. Das vielfältige Nutzungsangebot des Seniorenzentrums kann optimal umgesetzt werden. Die Eingangshalle ermöglicht Durchblicke zum grünen Lichthof, schafft Orientierung und bietet Raum sowohl für offene als auch für geschützte Aktivitäten. Die Eingangshalle fungiert als Gelenk zwischen öffentlichem und privatem Raum. Im ersten Obergeschoss schließt die erste Wohnbereichsebene an den Garten an. In dieser Ebene sind die Wohnbereiche für an Demenz erkrankte Bewohner sowie Junge und Tagespflege geplant. Ein direkter geschützter Zugang in den Garten wird dadurch ermöglicht. Alle Zimmer orientieren sich nach außen.

Die Erschließung erfolgt ringförmig, sodass Rundgänge und Spaziergänge um den grünen Innenhof, das Atrium, gegeben sind und Ausblicke, Begegnungs- und Ruheorte angeboten werden.

Rettungswege und Brandabschnittsbildung werden durch offenstehende Brandschutzportale subtil in die hellen und übersichtlichen Flure integriert. Es entsteht ein Spannungsfeld von introvertierten und offenen gemeinschaftlichen Räumen. Durch die Gebäudetypologien der Atrien ergeben sich lichtdurchflutete Erschließungs- und Aufenthaltszonen. Aufweitungen in den Erschließungsbereichen bilden die Zugangszonen für die Pflegezimmer. In diesen Nischen ermöglicht der Wechsel in Materialität und Farbgebung sowohl eine Orientierung als auch ein Vorfeld für das eigene Zimmer. Die nördlich angrenzenden, direkt zugeordneten oberirdischen Stellplätze werden in dieses Konzept räumlich-funktional eingebunden

Die Trennung von Anlieferung, Andienung und Haupteingang schafft einen geschützten sicheren Eingangsbereich für die zukünftigen Bewohner, Benutzer, Nachbarn und Gäste. Das in die Topographie integrierte Seniorenzentrum erhält auf Erdgeschossniveau einen Sichtbetonsockel. Die darüber liegenden Geschosse der Wohngruppen erhalten eine Klinkerfassade, die mit offenen, perforierten und geschlossenen Bereichen spielt. Durch den Wechsel unterschiedlicher Klinkerformate wird sie subtil gegliedert, behält jedoch die Ruhe eines homogenen Baukörpers.

Es ist vorgesehen, das Pflegeheim an ein hausinternes Blockheizkraftwerk anzuschließen und ergänzend wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Neubaus vorgesehen. Die kompakte Bauweise ergibt ein günstiges A/V-Verhältnis (Hüllfläche/Volumen) und unterstützt somit die gewünschte Optimierung des Energieverbrauchs.

Kontakt & Beratung

Ansprechpartner für Ihre Fragen

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Herr Stefan Krause

Ihr Ansprechpartner zum Thema Stiftung und Pflegezentrum